20 Jahre Deutsche Einheit: Ausstellung zum Leben in der DDR
Was war die DDR? Diese Frage wird mehr denn je diskutiert. Noch 1989 schien die Antwort eindeutig: Damals gingen Hunderttausende in der DDR auf die Straße, um gegen die Diktatur der SED, für Reisefreiheit und bessere Lebensverhältnisse zu demonstrieren. „Leider wird heute im 20. Jahr der Deutschen Einheit dieser Alltag in der DDR häufig verklärt dargestellt und ein Teil unserer Deutschen Geschichte scheint vergessen zu gehen“, so der CDU-Kreisvorsitzende und Landtagsabgeordnete Kai Seefried. Der CDU-Kreisverband Stade hat es sich deshalb zu einer Schwerpunktaufgabe gemacht, an diesen Teil unserer Deutschen Geschichte zu erinnern und auch gerade Schulen bei dieser wichtigen Aufgabe zu unterstützen. Dafür hat der CDU-Kreisverband eine Ausstellung der Bundesstiftung zur Aufarbeitung der SED-Diktatur und des Magazins Stern „Die heile Welt der Diktatur?“ erworben und so aufbereitet, dass sie den Schulen im Landkreis Stade als Wanderausstellung zur Verfügung gestellt werden kann. Es handelt sich um 20 Plakate im Format 60x84 cm. Die Ausstellung will Antworten und auch Fragen aufgeben und zur Diskussion einladen. Die Bilder und die Texte laden zu einer Zeitreise in eine heute immer fremder anmutende Lebenswirklichkeit ein. Die Beschäftigung mit der SED-Diktatur bietet den Schülerinnen und Schülern die Möglichkeit zu einer reflektierten Auseinandersetzung und Bewusstwerdung, was Diktatur und Leben in einer Diktatur bedeutet und wo die Unterschiede zwischen Diktatur und Demokratie liegen. Die Ausstellung führt das Unrechtssystem dieses Staates deutlich vor Augen und zeigt, mit welcher Härte die SED-Diktatur ihre Gegner bekämpfte und die Menschen in ihr System zwang, aber eben auch, dass Menschen dort gelebt, geliebt, gelacht und geweint haben. Schülerinnen und Schüler sollen durch die Ausstellung zur selbstständigen und differenzierten Auseinandersetzung mit der DDR angeregt werden. Passend zur Ausstellung gibt es umfangreiche Arbeitsmaterialien mit Fragebögen. Weiterhin hat der CDU-Kreisverband Stade begonnen, Zeitzeugen für diese wichtige Aufgabe zu gewinnen. Menschen die selbst in der DDR gelebt haben, die geflüchtet sind, die verfolgt waren und die heute bereit sind über Ihr Leben und ihr erlebtes in Schulen zu berichten. Leider ist die Anzahl von Zeitzeugen derzeit noch nicht sehr hoch, aber die ersten Kontakte konnten bereits an Schulen vermittelt werden. Der CDU-Kreisverband Stade freut sich daher über weitere Zeitzeugen, die bereit sind, die Arbeit zu unterstützen und bittet darum, sich bei der CDU-Kreisgeschäftsstelle unter 04141-51680 oder per Mail info@cdu-stade.de zu melden. Die Ausstellung steht den Schulen und weiteren interessierten Institutionen kostenlos zur Ausleihe zur Verfügung und kann ebenfalls über die angegeben Kontaktdaten gebucht werden.
Das Bild zeigt die Vorstandsmitglieder: Kai Seefried, Matthias Steffen, Silja Köpcke und Gerhard Behrmann in der Bilderausstellung.